REAL TALK MASSAKER:

interview1-egon-forever-cartoon

Erst kürzlich frug ein engagierter Egon Forever!-Fan unter einem Facebook-Post, wie es denn sein kann, dass meine Seite nicht bekannter sei. Nun ist es ja so dass ich mich über ein bisschen Aufmerksamkeit bezüglich meiner Zeichnungen alles andere als beschwere. Mitte 30, hauptberuflich Erzieher, da hat man mit dem Medienbusiness außer in der Freizeit nicht viel am Hut und da liegt sicher der Has im Pfeffer: Wenn ihr mich supporten wollt und ebenfalls der Meinung seid, die EF!-Cartoons haben eine größere Reichweite verdient, könnt ihr mir natürlich helfen. Alles was ich mache, ist D.I.Y. – Stabilos kaufen, Bilder einscannen, auf Veranstaltungen gehen und den Scheiß vorstellen, Sticker an euch verschicken und so weiter. Wenn ihr möchtet, könnt ihr also bspw. Leuten von meinem Zeug erzählen oder vielleicht kennt ihr Menschen aus der On- und Offline-Informationsbranche die irgendwo mal die Worte für „Egon“ und „Forever!“ droppen können oder was bei Facebook teilen oder was in ihrem Podcast erzählen. Außerdem ist es natürlich immer wieder toll, wenn ihr mein Buch beim Ventil Verlag bestellt oder mich um Originalzeichnungen anschnorrt. Ihr könnt dem Instagram-Profil folgen oder meine Tweets retweeten oder Facebook-Leute zum Liken der Seite einladen. Ihr könnt die Sticker an prominenten Orten platzieren, Fotos davon machen oder T-Shirts und Jutebeutel mit meinem Logo drauf tragen. Auch cool: Die Titanic kaufen, wenn was von mir drin ist. Im INTRO– und OX-Magazin bin ich mittlerweile schon seit 2 oder 3 Jahren regelmäßig vertreten. Vielleicht reicht euch aber auch, morgens aufzustehen und kurz so zu machen: „Haha lol. Egon.“ und dann weiterzuscrollen. Auch geil.

Es ist ein schönes Hobby, schon seit vielen vielen Jahren. Aber es frisst auch Zeit und Energie. Auch wenn es vermutlich häufiger mal den Anschein macht: Davon, mit Egon Forever! Geld zu verdienen, bin ich so weit entfernt wie es nur geht. Kapitalismuskritiker_innen könnten jetzt sagen: „Na und, man macht ja auch nichts des Geldes wegen.“ Ich würde dann sagen: „Mach ich auch nicht. Aber Geld wär trotzdem geil. Du Lärri.“

Danke für euren Support in den letzten 8 Jahren Egon Forever!-Internetpräsenz und 23 Jahren Egon Forever!-Überhaupt-Existenz. Ab Mittwoch sind Sommerferien und da mache ich ein bisschen Pause bis September. Das wird geil. Da kuck ich nur MIKE TYSON MYSTERIES die ganze Zeit. Mein Gott. Jetzt schon voll Bock.

Bis bald.

Euer,

Andre Lux

Jetzt mal Real Talk:

Was mich an der Comic-Szene so begeistert ist die Hingabe und die Wertschätzung die jedem einzelnen Werk entgegengebracht wird. Jede_r hat irgendwie Bock drauf, egal ob Horror, Humor, Superhelden oder Manga. Es wird sich einfach im Detail mit dem einzelnen Produkt beschäftigt, darüber sinniert und diskutiert. All das ist mir bspw. in der Musikszene etwas verloren gegangen. Da gibt es halt entweder „whoa neues album von denen endlich so geil“ oder „größter scheiß ich kotz voll ab“. Wenn sich also ein Podcast so differenziert meinem kleinen Barbarkulor-Heft widmet, wie es Comic Review hier gemacht haben, kann ich mich eigentlich nur noch bedanken. Das spiegelt auch die Stimmung bei solchen Veranstaltungen wie der Comic Con wieder. Ebenfalls spitze am Podcast-Inhalt: Zwar arbeite ich an einer Schule und das schon sehr lange, zum Glück muss ich aber die Rechenpyramiden und Buchstabenhäuser nicht mehr selbst ausfüllen. http://comicreview.de/hunting-down-comics-40/

Comic Con 2017 isch rum.

barbarkulorcomiccon

People! Die Comic Con Germany in Stuttgart war so gut. Es wurden viele neue Bekanntschaften gemacht und eine Menge Exemplare vom BARBARKULOR-Heft und vom CARTOONBUCH fanden neue Besitzer_innen und verringerten das Gewicht meiner mitgebrachten Kartons. Danke. Auch an die Organisator_innen der Convention, dieses Jahr hat man sich als Zeichner_in mit dem optimalen Platz richtig wertgeschätzt gefühlt. Es sind noch Barbarkulor-Hefte übrig geblieben (mehr als euch das gaunerhafte Foto suggerieren soll, trotzdem würde ich mich ranhalten). Wer also eins möchte (2,55 € plus 1,45 € Porto), schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Barbarkulor“ an foreveregon@yahoo.de – Bezahlt werden kann per Paypal oder Banküberweisung. Geil. Bezahlen!

Text über Ventil vom Herz rausgeschrieben.

logo_big

Am 4. Juni 2002 bestellte ich mir die Tocotronic-Tourtagebücher, geschrieben von Thees Uhlmann bei Amazon (damals noch mit bestem Ruf ausgestattetes Startup-Unternehmen ohne Absicht auf Wettbewerbsdiktatur). Das Buch fand ich okay, der Verlag war mir natürlich scheißegal. Zum Abschluss meines Zivildienstes im Jahrhundertsommer 2003 sollte ich von meinem damaligen Kollegium das erste OX-Kochbuch geschenkt bekommen – Damit der Bua in seiner Ausbildung sich selber au was kocha ko. Haha. Und weil ich ja immer das gleichnamige Heft las. Da wurde 1 und 1 zusammengezählt. 2008 bekam ich zu meinem Geburtstag nicht eines, sondern gleich zwei oder drei Bücher von Jan Off geschenkt und irgendwann zwischen 2013 und 2014 lernte ich Linus Volkmann kennen und bekam von ihm irgendeinen seiner Popkultur-Romane per Post zugesandt. Achja: Zwischendrin pumpte ich das halb-biographische Nagel-Werk „Wo die wilden Maden graben“ sogar zwei mal hintereinander. Auch mit dem sollte ich später noch ein paar wenige Worte wechseln und von ihm den Titel „Merchandise-Minister“ verpasst kriegen.

Wenn ich jetzt im Backkatalog vom Ventil Verlag rumglotzen würde, kämen mir sicherlich noch ein paar Veröffentlichungen unter, die mich in den letzten Jahren begleitet haben oder mir zumindest auffielen. Es ist ein wichtiger Verlag. Ein Begriff für etwas sehr Erlesenes und eine Adresse für Menschen, die nur im Endferntesten etwas mit Popkultur, linker Politik, Feminismus, Ernährung und hintersinnigem Humor anfangen können. Deshalb frohlockte ich um so mehr, als es Anfang 2016 dann hieß: Der Ingo gibt nach und veröffentlicht das erste richtige Egon Forever! Buch bei eben diesem Verlag. Für mich war das erstmal ein Statement an mich selbst: „Siehsch, da g’hörsch no!“. Hardcover-Buch in bestem Format, zeitgleich mit dem lustigen Taschenbuch meiner beiden Spaßvögel-Freunde Ferdi und Roli – „Ein Tag Hagel und immer was zu essen da“. Auf der Buchmesse lernte ich dann zum ersten Mal Jan Off persönlich kennen und sogar Torsun von Egotronic, der (achja, stimmt!) auch bei Ventil sein „Raven wegen Deutschland“-Buch veröffentlichte. Des war geil.

Nun startet Ventil gerade eine Crowdfounding Aktion und würde diese nicht erfolgreich verlaufen, es wäre eine Schande. Es gibt sogar gute Gimmicks: Für ein bissle Geld gibt’s von mir u.A. sogar das ORIGINAL des „common sense“-Cartoons, den viele noch als Mini-Poster kennen. Außerdem dabei: Torsun von Egotronic spendet Buch + Vinyl, ein Ventil Überraschungspaket, ein OX-Punkrock-Paket, eine Wohnzimmerlesung von Ferdinand und Roland, irgendwas von Linus Volkmann und voll viel mehr.

Seid dabei: www.startnext.com/ventil-verlag

Oder bestellt euch euer neues Lieblingsprodukt aus dem Ventil Verlag Literaturparadies wie z.B. ein Buch über Tom Tykwer, Muff Potter-Nagels erwähntes Madenbuch, „Das Phänomen STAR TREK“ oder „Wörterbuch des besorgten Bürgers“:

www.ventil-verlag.de/katalog/stoebern

Ich wünsche dem Ventil Verlag alles erdenklich Gute für die Aktion!

Lux